Was sind Allegro Days? Termine, Rabatte und Regeln für Händler
Wie Amazon mit dem Prime Day hat auch Allegro sein Flaggschiff, um den Umsatz anzukurbeln: die Allegro Days. Sie kommen praktisch jeden Monat wieder und locken Millionen Schnäppchenjäger an. Für Händler sind sie Chance und Falle zugleich: Richtig genutzt, können sie das Ergebnis eines ganzen Quartals ausmachen. Falsch kalkuliert, fressen sie die Marge auf, bevor Sie es überhaupt merken.
Wojciech PiszczekCEO & Founder
Was sind Allegro Days?
Die Allegro Days sind eine monatlich wiederkehrende Rabattaktion von Allegro: Händler geben mindestens ein paar Prozent Rabatt und erhalten dafür eine besondere Kennzeichnung ihrer Angebote und zusätzliche Sichtbarkeit auf der Plattform, unter anderem auf der Startseite und in der Strefa Okazji (dem Deals-Bereich von Allegro). Neben saisonalen Aktionen wie den Black Weeks sind sie der bekannteste monatliche Sale auf Allegro.
Man kann das mit dem Prime Day bei Amazon vergleichen, nur dass Allegro sein Gegenstück regelmäßig veranstaltet statt nur einmal im Jahr. Das Prinzip ist einfach: Sie senken den Preis, und Allegro lenkt den Traffic dorthin, wo es Rabatte gibt, statt die Sichtbarkeit gleichmäßig auf alle Angebote zu verteilen. Käufer sehen am Angebot die orangefarbene Kennzeichnung „allegro days“ und wissen, dass es sich um ein geprüftes Schnäppchen handelt, denn die Plattform achtet darauf, dass der Rabatt echt ist und nicht auf einem künstlich hochgesetzten Preis vor der Reduzierung beruht. Für die Teilnahme brauchen Sie ein aktives Konto Firma (Geschäftskonto bei Allegro) und eine solide Verkaufshistorie; die genauen Bedingungen finden Sie im Abschnitt zur Anmeldung von Angeboten.
Wann finden die Allegro Days 2026 statt?
Die Allegro Days kehren 2026 praktisch jeden Monat wieder und starten meist am ersten oder zweiten Montag des Monats. Die genauen Termine jeder Ausgabe veröffentlicht Allegro etwa zwei Wochen vorher in den Verkäufer-News, deshalb lassen sie sich nicht starr für das ganze Jahr im Voraus planen: Sie müssen regelmäßig ins Verkäuferkonto schauen, entweder selbst oder im Rahmen der Betreuung Ihres Allegro-Kontos.
Die bekannten Termine des Jahres 2026 zeigen ein klares Muster: Die Aktion findet jeden Monat statt, mit leichten Verschiebungen je nach Monat und Markt (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn). Auslandsmärkte beenden die Aktion manchmal einige Tage später als Polen. Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Aktionszeiträume, die 2026 bereits gelaufen sind oder angekündigt wurden, damit Sie ein Gefühl für den Rhythmus der Aktion bekommen und Ihren Angebotskalender darauf abstimmen können. Prüfen Sie vor dem Start einer Ausgabe außerdem, ob Ihre Produktkategorien überhaupt dabei sind, denn Allegro nimmt immer wieder bestimmte Warengruppen von der Aktion aus, zum Beispiel hochpreisige Elektronik.
Tabelle 1. Beispieltermine der Allegro Days 2026
Monat | Start | Ende | Märkte |
|---|---|---|---|
Januar | 9.01.2026 | 19.01.2026 | PL, CZ, SK, HU |
März | 6.03.2026 | 16.03.2026 | PL |
Juli | 3.07.2026 | 13.07.2026 (PL) / 19.07.2026 (CZ, SK, HU) | PL, CZ, SK, HU |
August | 10.08.2026 | laut Ankündigung von Allegro | PL |
September | 7.09.2026 | laut Ankündigung von Allegro | PL |
Oktober | 7.10.2026 | laut Ankündigung von Allegro | PL |
Gleichen Sie die genauen Termine immer mit den Verkäufer-News von Allegro ab – sie werden gelegentlich korrigiert.
Wie lange dauern die Allegro Days?
Die Allegro Days dauern in der Regel 7 bis 10 Tage, je nach Monat und Markt. Bis April lief die Aktion meist 8 Tage, von Juni bis Jahresende gelten auf dem polnischen Markt 7 Tage als Standard. Auslandsmärkte (Tschechien, Slowakei, Ungarn) beenden die Aktion manchmal einige Tage später als Polen, so wie im Juli 2026: In Polen lief sie bis zum 13. Juli, in CZ/SK/HU bis zum 19. Juli.
Eine längere Laufzeit bedeutet mehr Verkaufschancen, aber auch einen längeren Zeitraum, in dem Ihre Marge geringer ausfällt. Berücksichtigen Sie das bei der Lagerplanung für die Aktionsdauer, damit Ihnen nicht auf halber Strecke die Ware ausgeht, denn ein plötzlich leerer Bestand mitten in den Allegro Days kann den gesamten Effekt der Kampagne zunichtemachen. Kürzere Aktionszeiträume sind dafür oft intensiver, weil sich der Käuferandrang auf weniger Tage verdichtet – auch das gehört in die Planung von Auftragsabwicklung und Versand.
Worin unterscheiden sich die Allegro Days von AlleObniżka und Strefa Okazji?
Allegro Days, AlleObniżka und Strefa Okazji sind drei verschiedene Mechanismen, die man leicht verwechselt und die sich in einem entscheidenden Punkt unterscheiden: wer den Rabatt bezahlt. Bei den Allegro Days senkt der Händler den Preis aus der eigenen Marge und zahlt eine zusätzliche Verkaufsprovision. Bei AlleObniżka finanziert Allegro den Rabatt selbst, und der Gewinn des Händlers bleibt unverändert, allerdings ist die Teilnahme auf ausgewählte Produkte aus der Produktliste von Allegro beschränkt. Die Strefa Okazji funktioniert ähnlich wie die Allegro Days, jedoch ohne monatlichen Rhythmus, eher zu saisonalen Anlässen und ohne eine so breite Präsenz auf der Startseite.
Für Händler ist AlleObniżka immer die sicherste Option, weil sie die Marge nicht antastet. Die Allegro Days lohnen sich dann, wenn Sie Sichtbarkeit und Lagerumschlag steigern wollen und genug Margenpuffer haben, um das zu stemmen, ohne am Ende bei plus minus null zu landen. Die falsche Wahl ist oft eine vertane Chance: Ein Händler meldet ein Produkt für die Allegro Days an, obwohl er über AlleObniżka einen Rabatt bekommen könnte, der ihn nichts kostet – oder er lässt umgekehrt die von Allegro finanzierte Aktion links liegen, weil er sie fälschlich für einen weiteren Kostenfaktor hält.
Tabelle 2. Allegro Days vs AlleObniżka vs Strefa Okazji
Mechanismus | Wer finanziert den Rabatt | Zusatzprovision | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
Allegro Days | Händler | Ja (teilweise erstattet) | Monatlich, breit angelegt |
AlleObniżka | Allegro | Nein | Beschränkt auf die Produktliste |
Strefa Okazji | Händler | Ja | Saisonal, unregelmäßig |
Wie melden Sie Angebote für die Allegro Days an? (für Händler)
Die Anmeldung von Angeboten für die Allegro Days erledigen Sie selbst in Ihrem Verkäuferkonto, ohne Hilfe von außen. Der gesamte Vorgang dauert wenige Minuten, sofern Ihre Angebote die Teilnahmebedingungen erfüllen.
- Loggen Sie sich in Ihr Verkäuferkonto ein und öffnen Sie den Bereich Werbung und Promotion und anschließend Kampagnen und Programme.
- Suchen Sie die aktuelle Ausgabe der Allegro Days für den jeweiligen Monat und öffnen Sie das Anmeldeformular für Angebote.
- Prüfen Sie, welche Ihrer Angebote für die Aktion infrage kommen: Das System zeigt sie automatisch anhand von Preis, Lagerbestand und Kategorie an.
- Legen Sie einen Aktionspreis fest, der den in der jeweiligen Ausgabe geforderten Mindestrabatt erfüllt (Allegro zeigt den genauen Prozentsatz bei jedem Angebot an).
- Wenn Sie auch im Ausland verkaufen, nutzen Sie die Option „diese Angebote auf anderen Märkten anmelden“, damit Sie das nicht separat für Tschechien, die Slowakei oder Ungarn erledigen müssen.
- Bestätigen Sie die Anmeldung vor der von Allegro genannten Frist, in der Regel einige Tage vor Aktionsbeginn.
Was kostet Händler die Teilnahme an den Allegro Days?
Die Teilnahme an den Allegro Days kostet eine zusätzliche Verkaufsprovision, die auf die reguläre Allegro-Provision der jeweiligen Kategorie aufgeschlagen wird. Laut Allegro beträgt die Zusatzprovision in vielen Ausgaben der Allegro Days rund 60 % des Standardsatzes, fließt aber in zwei Formen an den Händler zurück: zu 40 % als Transaktionsrabatt, also als echtes Guthaben auf dem Allegro-Konto, und zu 60 % als Wyróżnienie-Pakete (kostenpflichtige Hervorhebungen von Angeboten), mit denen Sie Ihre Produkte weiter bewerben können.
In der Praxis heißt das: Sie zahlen diese Provision nicht „ins Leere“, sondern bekommen sie zurück – allerdings als Marketinginstrument und nicht in bar. Das entbindet Sie trotzdem nicht davon, die Marge vor der Anmeldung durchzurechnen. Aus unserer Erfahrung in der Betreuung von Allegro-Konten wissen wir: Bei Händlern mit Produkten nahe der Rentabilitätsschwelle können Preisnachlass und Zusatzprovision den gesamten Gewinn einer Transaktion auffressen, trotz der Rückvergütung in Wyróżnienie-Paketen, denn diese lassen sich weder in Bargeld zurücktauschen noch zur Bezahlung des Paketdienstes verwenden.
Wie profitieren Käufer von den Allegro Days?
Käufer profitieren von den Allegro Days vor allem durch die Tiefstpreisgarantie: Allegro vergleicht die Preise der letzten 30 Tage und achtet darauf, dass der Rabatt echt ist und nicht auf einem künstlich hochgesetzten Ausgangspreis vor der Reduzierung beruht. Finden Sie denselben Artikel innerhalb von 72 Stunden nach dem Kauf günstiger, erstattet Ihnen Allegro 150 % der Differenz als Gutschein für den nächsten Einkauf.
Ein weiterer Pluspunkt ist Allegro Smart! (das Versand-Abo von Allegro), das während der Allegro Days oft mit kostenlosem Versand und zusätzlichen, speziell für Abonnenten gekennzeichneten Deals einhergeht. Gut zu wissen ist auch, dass Aktionsangebote besonders gekennzeichnet sind: mit orangefarbenem Hintergrund, dem Schriftzug „allegro days“ oder der Höhe des Rabatts. Ein echtes Schnäppchen von einem normalen Preis zu unterscheiden, erfordert also keine Detektivarbeit. Es genügt, sich während der Aktion auf der Startseite oder in der Strefa Okazji umzusehen. Für Käufer ist das also eine echte Ersparnis, abgesichert durch einen Kontrollmechanismus, und nicht bloß ein Werbeslogan für einen saisonalen Ausverkauf.
Lohnt sich die Teilnahme an den Allegro Days für Händler?
Die Allegro Days lohnen sich, wenn Ihr Produkt einen Margenpuffer hat, der größer ist als Rabatt und Zusatzprovision zusammen, oder wenn es Ihnen vor allem darum geht, Ladenhüter abzuverkaufen, und nicht um den Gewinn aus der einzelnen Transaktion. Bei Raise Your Sales sagen wir unseren Kunden immer wieder: Verkaufsvolumen ohne Rentabilität heißt, sich selbst Probleme zu verkaufen – nur in größerem Stil und mit Zusatzprovision in der Preisliste.
Verkauft sich ein Produkt zum regulären Preis ohnehin gut, ergeben die Allegro Days womöglich keinen Sinn, denn Sie opfern Marge, ohne wirklich mehr Sichtbarkeit zu brauchen. Kämpfen Sie dagegen um einen Platz in den Suchergebnissen oder wollen Sie Saisonware vor Saisonende loswerden, kann die Aktion mehr bewirken als ein Monat bezahlter Kampagnen in Allegro Ads, weil der Traffic von der Plattform selbst kommt und nicht aus Ihrem Werbebudget. Die Marge vor der Anmeldung durchzurechnen, bleibt trotzdem immer der erste Schritt, nicht der letzte. Nach demselben Prinzip gehen wir bei jeder Rabattaktion auf Marketplaces vor, egal auf welcher Plattform.
Fazit
Die Allegro Days sind kein Test dafür, ob Sie den Preis senken können. Der Test ist, ob Sie wissen, um wie viel Sie ihn senken können, bevor sich die Transaktion nicht mehr rechnet. Die Schwierigkeit dieser Aktion liegt nicht in der Anmeldung, denn die ist in wenigen Minuten im Verkäuferkonto erledigt. Sie liegt vielmehr darin, dass die Aktion jeden Monat wiederkommt statt nur einmal im Jahr, weshalb sie sich nicht als einmalige Entscheidung abhaken lässt. Die Aktion muss ein fester Punkt in Ihrem Verkaufskalender sein, mit durchgerechneter Marge für jede Produktkategorie, und kein reflexartiges „Ja“ auf jede Benachrichtigung von Allegro.
Das größte Risiko ist nicht der Preisnachlass selbst, sondern dass Händler alle drei Mechanismen (Allegro Days, AlleObniżka und Strefa Okazji) wie eine einzige, austauschbare Promotion behandeln. Dabei sind es verschiedene Werkzeuge für verschiedene Situationen: Das eine kostet Marge, das andere kostet nichts außer der Beschränkung auf bestimmte Produkte. Wer das nicht auseinanderhält, zahlt mehr als nötig.
Sie sind nicht sicher, welche Produkte in Ihrem Sortiment genug Marge für die Allegro Days haben und welche Sie besser für AlleObniżka anmelden oder ganz außen vor lassen sollten? Vereinbaren Sie eine kostenlose Beratung mit uns. Wir prüfen Ihr Allegro-Konto, berechnen die tatsächliche Rentabilität einer Teilnahme und zeigen Ihnen, wo sich ein Rabatt wirklich lohnt und wo er nur auf dem Papier gut aussieht.
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Autor
Wojciech Piszczek
CEO & Founder
Im E-Commerce bin ich seit über einem Jahrzehnt tätig. Ich bin auf die Expansion auf ausländische Marketplace-Plattformen spezialisiert (u. a. Amazon, eBay, Kaufland, eMAG). Meine Erfahrung umfasst den gesamten Verkaufsprozess: von der Strategie über die Logistik bis hin zum Marketing und zur Conversion-Optimierung. Ich helfe Unternehmen nicht nur dabei, neue Märkte zu erschließen, sondern vor allem dabei, den Verkauf dort effektiv zu skalieren und kostspielige Anfängerfehler zu vermeiden.











